Rita Kashap Berliner Künstlerin

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Dr. Gerhard Charles Rump – Kunsthistoriker über Rita Kashap:        
Es gibt, ganz beschreibend und wertfrei, zwei Haupttypen von Künstler-Oeuvres: Der eine Typ ist einheitlich, das Spätwerk ist im Frühwerk schon präfiguriert und Werke aller Schaffensperioden ähneln sich. Der andere Typus ist der des Unterschiedlichen, auch gleichzeitig, in dem der ästhetisch Werktätige sehr divergente Dinge ausprobiert.
Der erstere Typus ist etwa in Werk von Henry Moore zu sehen, der letztere bei Gerhard Richter. Seine “Städtebilder” etwa und die Farbtafeln nebeneinander- wer es nicht weiss, kommt erst gar nicht darauf, dass beide Werke vom selben Künstler stammen. Ähnlich liegen die Verhältnisse bei Rita Kashap, auch hier haben wir eine beachtliche Bandbreite von künstlerischen Ausdrucksformen und malerischen Zurüstungen.  Die russische Künstlerin Rita Kashap, die seit langem in Berlin lebt und arbeitet, hat in ihrem sehr vielgestaltigem Oeuvre ihre künstlerischen Wurzeln bewahrt. Das, was dabei in der Anmutung anders ist als das, was wir in der Westkunst gewohnt sind, erweist sich überraschend als von konzeptualistischer Natur; als etwas, das in letzter Konsequenz zum russischen Suprematismus geführt hat.